RAY & LIZ

Mit berührender Offenheit nimmt der britische Fotograf Richard Billingham sein eigenes Leben zum Sujet seines Spielfilmdebüts: Den alkoholkranken Vater Ray, die kettenrauchende Mutter Liz, den jüngeren Bruder Jason, die Tristesse eines zunehmend verwahrlosenden Elternhauses in einem Vorort von Birmingham, in das er 1970 hineingeboren wurde. Zwischendurch immer wieder zarte Momente von Nähe und Optimismus, ohne je in den billigen Kitsch eines Feelgood-Movies abzudriften. Billingham ist mit den Dämonen der Vergangenheit versöhnt: »Ich bin glücklich. Und – Sie werden es nicht glauben – ich war auch als Kind glücklich. Ich war immer ein glücklicher Mensch. Denn ich kannte es damals nicht anders.«