Kaleidoskop – Film und Freiluft am Karlsplatz

28. Juni – 19. Juli 2019

Sternenhimmel, Sommernächte und eine Kinoleinwand am Teich: CineCollective lud erstmals zu Kaleidoskop – Film und Freiluft am Karlsplatz.
An 22 Sommerabenden entstand mitten in der Stadt, unter freiem Himmel, ein cineastisches Kaleidoskop, so vielfältig wie das Leben in Wien.
Brüchigkeit, Wandelbares und das Zusammenspiel bunter Versatzstücke, aus denen immer wieder Neues, Unerwartetes entsteht, machten auch das Programm aus. 31 Spiel-, Dokumentar – und Kurzfilme aus rund 20 verschiedenen Ländern verschränken unterschiedliche Realitäten, Lebensentwürfe und Narrative auf der Leinwand und öffnen Raum für Gedanken und Gespräche.
Kaleidoskop ist ein Filmfest vielfältiger Stadtgesellschaften. In den Intros zu den Filmen gestalteten lokale Künstler_innen und Teilcommunities die Open Air Bühne mit künstlerischen Formaten, Interventionen und Performances. Gemeinsam mit dem Wien Museum wurde im ersten Kaleidoskop-Sommer zum „Takeover“ am Karlsplatz angesetzt. Tags lasen sich wie Spuren durchs Programm und verknüpften die Filme miteinander.

Es wurde das Kino-Kaleidoskop für einen Perspektivenwechsel gedreht, wir wurden durchgerüttelt und berührt, zum Lachen, Träumen und Handeln verführt.

FOKUS:

TAKEOVER

Subversive Praxis oder Popkultur? Vandalismus oder Kunst? Street Art und Skateboarding polarisieren, sind zugleich kreativ und destruktiv, Kunst und Irritation, Sport und Lifestyle. Diesem Phänomen widmet sich das Wien Museum, das während des Umbaus sein Zuhause temporär verlassen muss, und verwandelt die leerstehenden Räume in eine Spielfläche für Street Art und Skateboarding – zwei urbane Subkulturen, die Flächen für sich beanspruchen, die Mitgestaltung des öffentlichen Raums proklamieren und das Stadtbild auf vielfältige Weise prägen.
In Kooperation mit Kaleidoskop findet TAKEOVER an vier Abenden auch auf dem Karlsplatz statt. Zwei bild- und musikgewaltige Coming-of-Age-Dramen spannen den Bogen von der Skatekultur im Kalifornien der 1990er Jahre ins gegenwärtige New York, wo junge Frauen sich auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ihren Raum aneignen. Ina Ivanceanu folgt in vier Metropolen Osteuropas Künstler_innen und Aktivist_innen, die mit Witz und Kreativität ihr Recht auf die Stadt und auf Meinungsfreiheit behaupten. Banksys preisgekrönte Mockumentary, in der der Streetart-Künstler das Mysterium um seine Persönlichkeit selbst aufklärt (oder auch nicht), feiert bei Kaleidoskop ihr 10-jähriges Leinwandjubiläum

FOKUS:

HYSTERICAL MINING

Technologie gehört in jeder Gesellschaft zu den grundlegenden Feldern, in denen Geschlecht artikuliert wird. Die Kunsthalle Wien untersucht in ihrer aktuellen Ausstellung die materiellen Welten, die wir durch Technologien erzeugen, und die Rolle von Technologien in der Ausbildung lokaler und globaler Konfigurationen von Macht, Identitäten und Lebensweisen.
HYSTERICAL MINING kommt an zwei Abenden auf die Bühne und Leinwand von Kaleidoskop und knüpft mit dem Dokumentarfilm DONNA HARAWAY: STORY TELLING FOR EARTHLY SURVIVAL und der fantastischen Geschichte um den Weltfußballer DIAMANTINO an feministisch posthumanistische und techno-feministische Positionen der Ausstellung an. Vor den Filmen laden wir jeweils um 20:00 Uhr zu einer gemeinsamen Spezial-Führung durch die Ausstellung mit Kurator_innen der Kunsthalle Wien und Kaleidoskop.

Konzept & Produktion CineCollective
Djamila Grandits, Marie-Christine Hartig, Lisa Mai, Doris Posch

Wir bedanken uns beim Festivalteam:

Ljuba Anautović ▲ Ina Aydogan ▲ Oscar Berghammer ▲ Sophie Bitzinger ▲ Lawrence Blankenbyl ▲ Mirjam Bromundt ▲ Stanislaus Dick ▲ Valentina Duelli ▲ Martina Jefcoat ▲ Martina Kichler ▲ Caterina Krüger ▲ Yusef Kwy ▲ Eva Laktis ▲ Tobias Leibetseder ▲ Martin Lintner ▲ Laura Müller ▲ Abiona Esther Ojo ▲ Andreas Eli Wolfgang Pielmeier ▲ Olga Pohankova ▲ Julian Pöschl ▲ Marie Luise Röttger ▲ Melissa Saavedra ▲ Udo Somma ▲ Norá Soponyai ▲ Denise VanDeCruze ▲ Elke Weilharter ▲ Leni Wiebach ▲ Christian Zagler ▲ Markus Zöchling